Zur Ausschreibung 2016 für Junior-Forschungsgruppe „Stadtgesundheit und Natur“ (Bewerbungsfrist abgelaufen)

Die städtische Lebensumwelt beeinflusst Gesundheit, Wohlbefinden und Lebensqualität der Menschen in vielerlei Hinsicht. Sie erfüllt darüber hinaus vielfältige Funktionen, u. a. als Umwelt-, Wirtschafts- und Identifikationsraum. Von herkömmlicher Stadtplanung, moderner Stadtentwicklung sowie allen städtischen Steuerungsprozessen („Governance“) werden angemessene Reaktionen auf aktuelle Entwicklungen wie demographischer, technologischer und Klimawandel sowie Globalisierung erwartet.

Der Gesundheitssektor – in früheren Zeiten eng mit Stadtplanung und -entwicklung verbunden – und seine zugehörigen wissenschaftlichen Disziplinen besinnen sich neuerdings wieder stärker auf die Rolle der städtischen Lebensumwelt für die menschliche Gesundheit. Dabei geht es sowohl um gesundheitsgefährdende (pathogene) Faktoren und ihre Vermeidung als auch um gesundheitsförderliche (salutogene) Aspekte.

Für die Stadtentwicklung ist Gesundheit nur „ein“ Zielbereich unter zahlreichen weiteren wie Nachhaltigkeit, Gerechtigkeit und Ressourceneffizienz. In der Auseinandersetzung um städtische Prioritäten und Perspektiven treffen unterschiedlichste Werte, Interessen, Traditionen und Lösungsansätze zusammen. Dies stellt für alle beteiligten Sektoren im Bereich „Stadtentwicklung und Gesundheit“ sowie für die entsprechenden wissenschaftlichen Disziplinen eine bedeutende Herausforderung dar.

An dieser Stelle setzt das Förderprogramm „Stadt der Zukunft“ an, welches im Rahmen des Deutschen Stiftungszentrums (Essen)Fritz und Hildegard Berg-Stiftung von der Fritz und Hilfegard Berg-Stiftung gefördert wird. Dieses Programm ist darauf angelegt, Beiträge zur Zusammenarbeit der unterschiedlichen Disziplinen und Sektoren in Theorie und Praxis zu leisten.